Intravitreale Injektion

Bei bestimmten Netzhauterkrankungen ist die intravitreale Injektion heute die wirksamste Therapie. Der Wirkstoff wird mit einer feinen Nadel direkt in den Glaskörper des Auges gespritzt.

In der Augenarztpraxis Chur begleiten wir Patienten mit feuchter Makuladegeneration, diabetischen Netzhautveränderungen und retinalen Venenverschlüssen über die gesamte Therapie hinweg.

Die intravitreale Injektion auf einen Blick:

IVOM Chur

Intravitreale Injektionen in Chur

Patienten aus Chur, Graubünden und der gesamten Umgebung werden bei uns über die gesamte Behandlungsdauer von vertrauten Ansprechpartnern begleitet.

Für die Therapie steht eine moderne Netzhautdiagnostik zur Verfügung. Mit der optischen Kohärenztomografie (OCT) und der Angio-OCT stellen wir Schwellungen und krankhafte Gefässe bis in die feinsten Schichten der Netzhaut dar. Diese Bilder bilden die Grundlage, um die intravitreale Therapie sicher zu planen und ihren Verlauf laufend zu überprüfen.

Das erwartet Sie bei uns:

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Was sind intravitreale Injektionen?

Der Begriff intravitreal bedeutet „in den Glaskörper“. Der Glaskörper ist die gallertartige Substanz im Inneren des Auges, die zwischen Linse und Netzhaut liegt. Bei einer intravitrealen Injektion wird ein Medikament mit einer sehr feinen Nadel in diesen Bereich eingebracht. Dadurch gelangt der Wirkstoff direkt an die Netzhaut, ohne den Umweg über den Blutkreislauf zu nehmen.

Der Eingriff ist kurz und erfolgt unter sterilen Bedingungen. Die meisten Patienten empfinden ihn als unangenehm, aber gut auszuhalten.

Im medizinischen Sprachgebrauch wird die Behandlung auch als IVI (intravitreale Injektion) oder IVOM (intravitreale operative Medikamentengabe) bezeichnet. Patienten sprechen häufig schlicht von der „Spritze ins Auge“. Gemeint ist immer derselbe Eingriff.

Wann sind intravitreale Injektionen sinnvoll?

Typische Auslöser sind ein nicht vollständig abgeheiltes Gerstenkorn, eine chronische Lidrandentzündung (Blepharitis), Hauterkrankungen wie Rosazea sowie hormonelle Veränderungen. Auch eine unzureichende Lidhygiene erhöht das Risiko.

Sie erkennen ein Hagelkorn meist an folgenden Anzeichen:

Feuchte altersbedingte Makuladegeneration (feuchte AMD)

Bei der feuchten Form der AMD wachsen unter der Netzhaut neue, brüchige Blutgefässe ein. Sie lassen Flüssigkeit und Blut austreten und schädigen die Makula. Unbehandelt verschlechtert sich das zentrale Sehen innerhalb weniger Monate deutlich. Eine konsequente Therapie mit VEGF-Hemmern kann diesen Verlauf bremsen und die Sehschärfe in vielen Fällen stabilisieren.

Diabetische Retinopathie und diabetisches Makulaödem

Ein langjähriger Diabetes schädigt die feinen Blutgefässe der Netzhaut. Im Verlauf kommt es zu Einblutungen, Schwellungen und zur Bildung krankhafter neuer Gefässe. Lagert sich Flüssigkeit in der Makula ab, sprechen wir von einem diabetischen Makulaödem. Die intravitreale Injektion reduziert die Schwellung und schützt die Netzhaut vor weiterem Schaden.

Retinaler Venenverschluss

Wird eine Vene in der Netzhaut blockiert, staut sich Blut zurück. Es bilden sich Ödeme und Einblutungen, oft begleitet von einer plötzlichen Sehverschlechterung. VEGF-Hemmer wirken hier dem Makulaödem entgegen. Entscheidend für den Erfolg ist ein früher Therapiebeginn.

Weitere Anwendungsgebiete

Bei entzündlichen Erkrankungen wie der Uveitis kann ebenfalls eine intravitreale Injektion sinnvoll sein. Statt eines VEGF-Hemmers verwenden wir dann ein Kortisonpräparat, das die Entzündung im Auge gezielt zurückdrängt. In seltenen Fällen behandeln wir auf diesem Weg auch bestimmte Infektionen des Augeninneren.

Wie wirken VEGF-Hemmer im Auge?

VEGF steht für „Vascular Endothelial Growth Factor“, einen körpereigenen Wachstumsfaktor. Er regt die Bildung neuer Blutgefässe an. Bei einer feuchten AMD oder diabetischen Netzhautveränderung ist dieser Vorgang krankhaft überaktiviert, mit brüchigen Gefässen, Schwellungen und Blutungen als Folge.

VEGF-Hemmer binden diesen Wachstumsfaktor und neutralisieren ihn direkt am Ort des Geschehens. Krankhafte Gefässe bilden sich zurück, Flüssigkeit lagert sich weniger ein und die Netzhaut kann sich erholen. Weil der Wirkstoff direkt in den Glaskörper eingebracht wird, entfaltet er seine Wirkung präzise dort, wo sie gebraucht wird.

Welche Medikamente kommen in der Schweiz zum Einsatz?

In der Schweiz sind aktuell vier Wirkstoffe für die intravitreale Therapie etabliert. Welcher davon im Einzelfall infrage kommt, hängt von Ihrer Diagnose, der Krankheitsaktivität und individuellen Faktoren wie Begleiterkrankungen ab. Die Auswahl besprechen wir ausführlich mit Ihnen.

Eylea (Aflibercept)

Aflibercept ist seit vielen Jahren ein Standardwirkstoff bei feuchter AMD, diabetischem Makulaödem und retinalem Venenverschluss. Studien zeigen eine gute Stabilisierung der Sehschärfe bei moderaten Behandlungsintervallen. Die Kosten werden bei entsprechender Indikation von der Krankenkasse übernommen.

Lucentis (Ranibizumab)

Ranibizumab war einer der ersten zugelassenen VEGF-Hemmer und ist bis heute eine bewährte Option. Die Hauptanwendungsgebiete sind ebenfalls die feuchte AMD, diabetische Makulaerkrankungen und retinale Venenverschlüsse.

Vabysmo (Faricimab)

Faricimab ist in der Schweiz für die feuchte AMD und das diabetische Makulaödem zugelassen. Der Wirkstoff hemmt neben VEGF auch einen zweiten Botenstoff namens Angiopoietin-2. Für viele Patienten bedeutet das längere Abstände zwischen den Injektionen und damit weniger Behandlungstermine pro Jahr.

Avastin (Bevacizumab) – Off-Label-Einsatz

Bevacizumab ist ursprünglich ein Krebsmedikament, wird aber seit Jahren auch in der Augenheilkunde eingesetzt. Die Wirksamkeit bei feuchter AMD ist mit der von Ranibizumab vergleichbar. Da die Anwendung am Auge formell „off-label“ erfolgt, kommt Avastin in der Schweiz nur in bestimmten Konstellationen zum Einsatz. Den Einsatz und die Kostenübernahme klären wir im Einzelfall vorab mit Ihnen und Ihrer Krankenkasse ab.

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Ablauf einer intravitrealen Injektion

Die eigentliche Injektion dauert nur wenige Sekunden. Drumherum entstehen einige Minuten Vorbereitungs- und Nachsorgezeit. So läuft der Termin bei uns ab:

  • Aufklärung und Voruntersuchung

    Vor der ersten Injektion erklären wir den Eingriff im Detail, beantworten Ihre Fragen und führen eine ausführliche Netzhautuntersuchung durch, in der Regel inklusive OCT.

  • Vorbereitung im Eingriffsraum

    Sie nehmen auf einer Behandlungsliege Platz. Die Pupille wird mit Tropfen erweitert. Anschließend desinfizieren wir die Haut um das Auge sowie die Bindehaut sorgfältig. Ein steriles Tuch deckt das Operationsfeld ab.

  • Lokale Betäubung

    Mit Augentropfen betäuben wir die Oberfläche des Auges. Eine Narkose ist nicht nötig.

  • Injektion

    Mit einer sehr feinen Nadel bringen wir den Wirkstoff in den Glaskörper ein. Sie spüren in der Regel nur einen kurzen Druck.

  • Kontrolle und Entlassung

    Wir prüfen, ob der Augendruck und das Sehvermögen stabil sind. Danach können Sie die Praxis verlassen. Eine kurze Nachkontrolle erfolgt einige Tage später.

Verhalten nach der Injektion

Nach der Behandlung können Sie die Praxis sofort verlassen. Bitte beachten Sie folgende Punkte:

Lassen Sie sich abholen. Am Tag der Injektion sollten Sie nicht selbst Auto fahren, da das Sehvermögen vorübergehend eingeschränkt sein kann.

Schonen Sie das Auge. Reiben Sie nicht am Auge und vermeiden Sie für ein bis zwei Tage Schwimmbad, Sauna und stark staubige Umgebungen.

Nutzen Sie Befeuchtungstropfen. Ein leichtes Fremdkörpergefühl oder trockenes Gefühl ist normal und lässt sich mit konservierungsmittelfreien Tränenersatztropfen lindern.

Bestimmte Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen. Suchen Sie uns unverzüglich wieder auf, wenn nach der Injektion eines der folgenden Symptome auftritt:

Diese Anzeichen können auf eine seltene Komplikation hinweisen, die rasch behandelt werden muss.

Schmerzt die Spritze im Auge?

Die meisten Patienten beschreiben den Eingriff als  nicht schmerzhaft. Durch die örtliche Betäubung mit Augentropfen ist das Auge während der Injektion unempfindlich. In der Regel nehmen Sie nur einen kurzen Druck wahr.

Ein leichtes Fremdkörpergefühl oder Brennen kann in den Stunden nach der Behandlung auftreten und klingt von selbst wieder ab.

Wie oft sind Injektionen notwendig?

Intravitreale Injektionen sind eine Langzeittherapie. Die Behandlung beginnt in den meisten Fällen mit einer Aufsättigungsphase: drei Injektionen im Abstand von je vier Wochen. Diese Phase legt den Grundstein, damit das Auge möglichst gut auf die Therapie anspricht.

Anschliessend planen wir die Abstände individuell. Häufig nutzen wir das sogenannte „Treat-and-Extend-Schema“: Solange die Netzhaut stabil ist, verlängern wir die Intervalle Schritt für Schritt, beispielsweise von vier auf sechs, acht oder zwölf Wochen. Verschlechtert sich der Befund, verkürzen wir die Abstände wieder. Unser Ziel ist es, mit so wenigen Injektionen wie möglich eine stabile Netzhaut zu erreichen.

Bei den meisten chronischen Netzhauterkrankungen ist mit einer Therapiedauer von mehreren Jahren zu rechnen. Wie viele Termine Sie konkret benötigen, hängt von der Diagnose, dem Krankheitsverlauf und dem gewählten Wirkstoff ab.

Echte Patientenstimmen

Das sagen unsere Patienten

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Auf diese Praxis kann man immer zählen!

Sandor Poor 23. März 2026
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Die Erstversorgung meiner Augenverletzung lief hier sehr professionell. Online konnte ich einen Termin buchen. Der Arzt war sehr nett und kompetent!

Redempta Renzy 21. März 2026
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Sehr freundliches und professionelles Team. Die Praxis ist modern, stilvoll eingerichtet und ausgesprochen sauber – man fühlt sich sofort wohl. Besonders hervorheben möchte ich Dr. Pavlyuchenko und Dr. Nagy, beide sind ausgezeichnete Augenärzte, die sich Zeit nehmen und alles verständlich erklären. Auch die Online-Terminbuchung hat einwandfrei und unkompliziert funktioniert. Klare Empfehlung!

Mark Szakal 5. März 2026
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Super Bedienung sehr zufrieden

Ursulina Ludwig 23. Februar 2026
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Mein Gerstenkorn ist sehr schnell besser geworden. Dr. Valaisaite und Dr. Nagy sind super Ärzte! Sehr empfehlenswert!

Illes Peter 22. Februar 2026
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Tiptop Praxis

Khalil Moutiq 24. Januar 2026
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Sehr empfehlenswertes Augenzentrum mit ausgezeichneten Notfall-Augenärzten. Bei jeder Augenentzündung habe ich noch am gleichen Tag einen Termin erhalten, und die Therapie hat sofort gewirkt. Zusätzlich bekam ich eine klare Anleitung, wie ich solchen Entzündungen in Zukunft vorbeugen kann. Das ganze Team ist sehr freundlich, die Praxis ultramodern, sauber und bestens organisiert. Man fühlt sich hier bestens aufgehoben.

Zsófia Greskovits 18. Januar 2026
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Ich bin rundum begeistert. Die Betreuung war von Anfang an hervorragend, sehr freundlich und professionell. Es gab praktisch keine Wartezeiten, alles war bestens organisiert. Die Praxis ist äusserst sauber, modern und hygienisch, mit hochmodernen Geräten auf dem neuesten Stand. Besonders hervorheben möchte ich die sehr erfahrenen Ärztinnen und Ärzte, die sich Zeit nehmen, alles verständlich erklären und dabei viel Menschlichkeit zeigen. Man fühlt sich ernst genommen und bestens aufgehoben. Absolut empfehlenswert!

Giovanni Sanna 15. Dezember 2025

Prognose und Verlauf

Intravitreale Injektionen sind die wirksamste Therapie, die derzeit bei feuchter Makuladegeneration, diabetischem Makulaödem und retinalem Venenverschluss zur Verfügung steht.

Wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung: Das primäre Ziel ist, Ihre vorhandene Sehkraft zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Eine deutliche Verbesserung der Sehschärfe ist möglich, aber nicht garantiert.

Entscheidend für den Erfolg ist die Therapietreue. Studien zeigen, dass Patienten, die ihre Injektions- und Kontrolltermine konsequent wahrnehmen, deutlich bessere Langzeitergebnisse haben. Eine Unterbrechung der Therapie führt häufig dazu, dass sich Flüssigkeit und Gefässveränderungen erneut bilden und bereits erreichte Verbesserungen wieder verloren gehen.

Nebenwirkungen und mögliche Komplikationen

Wie jeder Eingriff am Auge ist auch die intravitreale Injektion mit Risiken verbunden. Die meisten Begleiterscheinungen sind harmlos und vorübergehend. Ernsthafte Komplikationen sind selten, aber möglich.

Häufig und in der Regel harmlos:

Selten, aber ernsthaft:

Durch eine sterile Arbeitsweise im Eingriffsraum reduzieren wir das Risiko schwerer Komplikationen so weit wie möglich. Sollten die oben genannten Warnzeichen auftreten, melden Sie sich umgehend bei uns.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei anerkannten Indikationen wie feuchter Makuladegeneration, diabetischem Makulaödem oder retinalem Venenverschluss übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz die Kosten für die intravitreale Injektion. Das gilt sowohl für den Eingriff selbst als auch für die zugelassenen Medikamente Eylea, Lucentis und Vabysmo.

In besonderen Konstellationen, wie beim Off-Label-Einsatz von Avastin oder bei seltenen Indikationen, ist eine vorgängige Kostengutsprache der Krankenkasse notwendig. Wir stellen den entsprechenden Antrag für Sie und klären die Kostenübernahme vor Behandlungsbeginn. Für Sie gelten der ordentliche Selbstbehalt und die Franchise Ihrer Grundversicherung. Eine Zusatzversicherung kann die Eigenkosten weiter reduzieren.

Häufige Fragen unserer Patienten zur IVOM

Wie lange dauert die Injektion?

Die eigentliche Injektion dauert nur wenige Sekunden. Inklusive Vorbereitung, Desinfektion, Betäubung und kurzer Nachkontrolle sollten Sie pro Termin ungefähr 45–60 Minuten einplanen.

Am Tag der Behandlung empfehlen wir, nicht selbst zu fahren. Durch die pupillenerweiternden Tropfen und das vorübergehend veränderte Sehen ist Ihr Sehvermögen einige Stunden eingeschränkt. Organisieren Sie sich am besten vorab eine Begleitperson oder einen Fahrdienst.

In manchen Fällen ja. Wenn die Netzhaut über einen längeren Zeitraum stabil ist, lassen sich die Intervalle deutlich verlängern oder die Therapie pausieren. Allerdings handelt es sich bei den meisten Indikationen um chronische Erkrankungen, sodass viele Patienten über mehrere Jahre Injektionen erhalten. Eine abschliessende Beendigung der Therapie entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen anhand der Befunde.

Bitte melden Sie sich frühzeitig, wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können. Wir vereinbaren zeitnah einen Ersatztermin. Längere Pausen führen häufig dazu, dass die Erkrankung wieder aktiv wird und bereits gewonnene Stabilität verloren geht.

Tragen Sie bequeme Kleidung und verzichten Sie am Behandlungstag auf Augen-Make-up sowie auf Kontaktlinsen. Frühstücken oder essen Sie normal, sofern wir mit Ihnen nichts anderes besprochen haben. Bringen Sie Ihre aktuelle Medikamentenliste sowie den Ausweis Ihrer Krankenversicherung mit. Eine Begleitperson für den Heimweg ist hilfreich.

Öffnungszeiten

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